Diese Website ist für ein Studien-Projekt entstanden.

Journalismus Einstieg

Tipps für deinen Einstieg in den Journalismus

Wie kann ich Journalist*in werden?

Der Einstieg in den Journalismus ist so vielfältig wie das Berufsbild selbst: Ein Quereinstieg ist genauso denkbar wie ein einschlägiger Lebenslauf in Richtung Medienbranche. Am wichtigsten ist, neben großem Interesse und einer gewissen Portion an natürlichem Talent: die Berufserfahrung. Eine ein- bis zweijährige Ausbildung zur Redakteur*in – das Volontariat – ganz ohne Berufserfahrung absolvieren zu dürfen, ist nämlich sehr unwahrscheinlich. Für deinen erfolgreichen Einstieg in den Journalismus sind deshalb erste Einblicke in den Beruf das „A und O“. Außerdem kannst du nur so herausfinden, ob Journalist*in tatsächlich dein Traumberuf ist. Hier findest du einige Tipps, wie du dem Journalismus am nächsten kommst.

Einstieg in den Journalismus als Schüler*in / Student*in

Einer Jugendredaktionen beitreten

Der Sprung ins kalte Wasser – in dem Fall das Beitreten in eine professionelle Jugendredaktion – wird dir viele Einblicke und Erfahrungen ermöglichen. Eine große, überregionale Jugendredaktion ist zum Beispiel funky der Funke Mediengruppe. Hier schreiben, youtuben, fotografieren und kommentieren Jugendliche FÜR Jugendliche. Auch beim Spieleratgeber NRW schreiben Jugendliche selbst Rezensionen über Spiele und Gaming. In vielen Städten gibt es sogar eigene lokale Jugendredaktionen. Frag einfach nach bei deiner lokalen Zeitung oder dem Lokalradio. Oft ist es einfacher, Teil einer lokalen statt einer großen überregionalen Jugendredaktion zu werden. In speziellen Fällen werden Publikationen sogar vergütet. Mit einem Nebenjob sollte die Arbeit in einer Jugendredaktion aber nicht verglichen werden. Spaß und eigenes Interesse hat hier deutlich Vorrang.

Studenten
Journalist*in werden bedeutet Neugierde, Ehrgeiz und spannende Geschichten.

Ein Praktikum absolvieren

Während eines Praktikums lernst du den beruflichen Alltag und vielleicht sogar die verschiedenen Ressorts innerhalb einer Redaktion kennen. Gut möglich, dass du sogar selbst eigene Inhalte produzieren darfst. Gehst du noch zur Schule und möchtest dein Schülerpraktikum in einem Medienunternehmen, zum Beispiel bei eurem Lokalradio oder der Lokalzeitung absolvieren, solltest du dich so früh wie möglich bewerben. Die Praktikumsstellen sind nämlich meist sehr knapp und schnell vergriffen. Einige Unternehmen bieten leider gar keine Praktika für Schüler an, da oftmals die Ressourcen innerhalb der Redaktion fehlen. Alternativen wären: Nach einem Tagespraktikum fragen, oder der Mitarbeit in einer potentiellen Jugendredaktion, aber auch einen anderen Beruf zum reinschnuppern auszuwählen. Bei Presse, Rundfunk und Online-Media hört die spannende Medienwelt nämlich längts nicht auf. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Einblick ins Marketing? Werbung und Komunikation sind nämlich ebenfalls sehr kreative Arbeitsfelder. Bist du fertig mit der Schule und hast im Idealfall das Abitur, kann es einfacher sein, einen Praktikumsplatz zu finden. Aber Achtung: Viele Prakikumsstellen richten sich ausschließlich an eingeschriebene Studenten. Auch hier heißt es: früh bewerben! Und nicht vergessen in der Bewerbung deutlich zu machen, wieso dich genau dieses Unternehmen anspricht. Hier findest du weitere Infos für deine Bewerbungen.

Für eine Schülerzeitung schreiben / Mitglied werden beim Campus-Radio

Stories erzählen, wo du sie hautnah miterlebst: In deiner Schule! Solltest du noch zur Schule gehen, kannst du der Schülerzeitung beitreten, oder selbst eine Schülerzeitung ins Leben rufen. Langweilig? Ganz und gar nicht! Immerhin liegt es an dir als Reporter*in, die Schülerzeitung zu einem spannenden Schulhofthema zu machen. Das bringt dir nicht nur Übung, sondern auch einen positiven Nachweis auf deinem Zeugnis. Schon fertig mit der Schule? Vielleicht besteht die Möglichkeit, eine Schülerzeitungs-AG zu organisieren oder als Projektleitung eine Testphase an deiner alten Schule zu starten. Hochschulen bieten außerdem Projekte wie das Campus-Radio an. Dort bekommt man nicht nur erste Einblicke, sondern gleich eine mehrmonatige Ausbildung.

Mikrofon
Für deinen Einstieg in den Journalismus ist Berufserfahrung besonders wichtig.

An einem Wettbewerb teilnehmen

Die eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen und wertvolle Erfahrung sammeln kannst du auch als Teilnehmer*in eines journalistischen Wettbewerbs. Unter anderem beim Schülerzeitungswettbewerb der einzelnen Bundesländer, beim Eckensberger-Preis für Nachwuchsjournalisten und vielen weiteren.

Zeig deine Kreativität: Bloggen, Podcast und Co.

Dem Internet sei dank, dass es noch nie so einfach war wie heute, deine selbst produzierten Inhalte zu verbreiten. Social Media und freier Zugang im Internet, ermöglichen dir deine kreative Entfaltung. Wer selbst einen Blog schreibt, Podcasts aufnimmt oder eigene Videos für Plattformen wie Youtube produziert, beweist Eigeninititiative und eine Menge Kreativität. Eine große Reichweite ist leider nicht immer so einfach, wie wir es uns wünschen, doch das steht deinen Anfängen nicht im Weg. Bereits das Umgehen mit Content-Management-Systemen und Schnittprogrammen wird von vielen Arbeitgebern gefordert – was du dir auf diese Weise ganz einfach selbst beibringen kannst.

Ausbilden lassen an einer Journalistenschule

An einer Journalistenschule wird vor allem journalistisches Schreiben, Produzieren und Handeln in den Fokus gestellt, weshalb eine journalistische Ausbildung an einer Journalistenschule eher einem Volontariat als einem Bachelor-Studiengang ähnelt. Oft wird die Ausbildung an einer Journalistenschule mit Vorlesungen an einer Hochschule verknüpft. Die Plätze für solche Ausbildungen sind allerdings begrenzt und sehr begehrt. Schuleigene Auswahlverfahren in Form von mehreren Eignungstests sind daher die Regel. Bekannte selbstständige Journalistenschulen sind unter anderem die Kölner Journalistenschule oder das Deutsche Journalistenkolleg. Auch von Medienunternehmen getragene Journalistenschulen wie die RTL-Journalistenschule oder die Axel Springer Akademie bilden selbst zu Journalisten aus.

Journalismus studieren oder "irgendwas mit Medien"?

Ein klassicher Weg in den Journalismus ist ein Journalismus-Studium. Aber auch weitere Studiengänge im Bereich Medien vermitteln meist neben theoretischem Wissen auch praktische journalistische Fähigkeiten. Deine Möglichkeiten sind groß und auch besonders vielfältig, was an Studiengängen wie Online-Redaktion an der Technischen Hochschule Köln oder Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover zu sehen ist. Trotz praktischer Studienerfahrung – von Interviewführung bis Fotografie-Projekten – solltest du versuchen bereits während des Studiums Berufserfahrung als Praktikant*in oder Werkstudent*in zu sammeln. Das erhöht unter anderem die Chance auf ein Volontariat. Denn ja – auch nach dem Bachelor-Abschluss ist das Volontariat ein üblicher Weg, um die theoretischen Inhalte des Studiums in einer Redaktion praktisch zu vertiefen und zu erweitern.

Hier kannst du einen Newsletter abonnieren, der Ausschreibungen für junge Journalist*innen enthält, sowohl von Praktika als auch für Werkstudent*innen oder Berufseinsteiger*innen.

Bücher
Medien-Studiengänge können theoretische und praktische Kenntnisse vermitteln.

Quereinstieg in den Journalismus

Definition "Quereinstieg"

Ab wann es sich um einen Quereinstieg handelt, kann nicht eindeutig definiert werden, da es im Journalismus nicht die "eine" klassische Berufsausbildung gibt. Grob könnte man aber sagen, dass Quereinsteiger jene Journalisten sind, die zuvor in einer anderen Branche berufstätig waren und/oder kein journalistisches oder vergleichbares Studium absolviert haben.

Einstiegswege: Übung macht den Meister!

Für Quereinsteiger ist ein Volontariat, also die ein- bis zweijährige Ausbildung zur Redakteur*in, einer der besten Einstiege in den Journalismus. Während des Volontariats erlenst du das journalistische Handwerk und erhälst Einblicke in das jeweilige Unternehmen. Volontariate sind allerdings sehr begehrt, weshalb natürlich auch für Quereinsteiger bereits erworbene Einblicke in den Journalismus, zum Beispiel in Form von Praktika oder freier Mitarbeit, von großer Bedeutung sind. Ein Einstieg ohne Volontariat ist ebenfalls denkbar, allerdings solltest du dann anderweitig so viel praktische Übung wie möglich sammeln, vielleicht durch das Schreiben eines Blogs oder das Produzieren eines eigenen Podcasts. Lies dir dazu die Tipps für Schüler und Studenten durch, denn diese gelten genauso für Quereinsteiger, die erste Einblicke in den Journalismus sammeln möchten.

Mit Fachkenntnissen herausstechen

Grundsätzlich haben Quereinsteiger keine schlechteren Chancen, in der Medienwelt Fuß zu fassen. Viele Medien-Unternehmen und Redaktionen suchen sogar konkret nach Absolventen von Nicht-Medienstudiengängen, zum Beispiel aus dem naturwissenschaftlichen oder rechtswissenschaftlichen Bereich. Dein Expertenwissen kann dich von der Masse abheben, da du nicht nur über Medien Bescheid weißt, sondern mit spezifischen Fachkenntnissen aus der Masse herausstichst.